Rehbock (Capreolus capreolus)

Unseren Rehbestand schätzt man etwa auf 250.000 Stück. Wir können mit Recht sagen, dass das Reh unser meistverbreitetes Wild ist, es wird in jedem Revier gejagt. Die besten Jagdrevieren erstrecken sich entlang der Flüssen Teiss und Körös, in den Bezirken Szolnok und Békés. Aber der Rehbestand ist fast überall auf der ungarischen Tiefebene (Alföld) gut. Westlich von der Donau gibt es zahlreiches Rehwild mit etwas schwächeren Gehörnen. Ab und zu wird hier aber doch ein alter Bock über 500 g. erlegt. Traditionell beginnt die Rehbockjagd am 15. April, wenn die Böcke ihre Kronen schon poliert haben, aber sie ragen noch aus der niedrigen Bewachsung hervor. In den ersten Maitagen werden Tausende von Rehen zur Strecke gebracht. In dieser Zeit stellt sich heraus, wie sich die Qualität des Rehbestandes entwickelt hat. Die Blattzeit beginnt bei uns Mitte Juli und dauert etwa 2-3 Wochen. Ein unvergessliches Erlebnis ist der auf die Pfeife reinspringende Bock. Der sonst unheimlich vorsichtige alte Geheimrat reagiert auch auf das Lockwort der Liebe - zum grössten Vergnügen einiger Jäger. Um diese Zeit kommt auch der Geistbock und die in der Tiefe des Waldes lebende, noch nie gesehene alte Tante zum Vorschein. Es geben immer mehr Jäger, die ihren Sommerurlaub mit der Rehbockjagd verbinden, gewürzt mit einer Saujagd auf den Getreideschlägen oder auf den Stoppelfeldern. Was Sie auch immer mögen: Kapitaltrophäe, ruhiger Urlaub, Abschussböcke, wir finden ein gutes Revier für Sie!