
Das Wildschwein ist das meistverbreiteste und beliebteste Wild der ungarischen Wälder. Es ist das ganze Jahr über jagdbar. Die zur Auhucht notwendigen Elterntiere, (die Bache) dürfen bis zur Selbständigwerden der Jungen nicht erlegt werden. Das Schwarzwild kann vom Ansitz oder auf Pirsch (besonders bei Schnee) gejagt werden. Das schönste Erlebnis ist aber beim frisch gefallenen Pulverschnee den Urian anzupirschen, bemäntelt mit einem Bettuch. Es ist weniger bekannt, aber sehr aufregend ist die Jagd auf Schwarzwild in Juni auf der Getreidefeldern. Mit gutem Wind und einem erfahrenen Begleiter können wir die Rotte 3 bis 4 Meter anpirschen, und nach unserem Geschmack zwischen Keiler und Ferkel wählen. In einer kleinen Gesellschaft (4-5 Personen) ist die Sauriegeljagd sehr beliebt. Das wenige, aber sachverständige Personal sorgt für das richtige Drücken der Rotte oder Hirschrudel. Die Jäger können frei nach Wahl Schwarzwild oder Schmaltiere erlegen. Die Spitze der Jagd beim Schwarzwild ist die gut organisierte Sautreibjagd. Es gibt keinen schöneren Anblick als das von Jagdhunden durch den Wald getriebene Schwarzwild - gerade vor den Flintenlauf. In den Wildschweingattern können Jagdstrecken von 100-120 Stück pro Tag erreicht werden. Diese Gatterwildschweine werden im Wald gefangen, sind sie genauso wild, wie ihre Arlgenossen in freier Natur. Der Jäger hat die Qual der Wahl bei dieser breiten Palette der Saujagd.